Read Du lebst, was du denkst: Neun philosophische Denkweisen, mit denen wir uns und andere besser verstehen by Ludger Pfeil Online

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Warum wir denken, wie wir denken Neun philosophische Denktypen, in denen man sich und andere leicht selbst erkennt, zeigen erstaunlich plausibel, aus welcher Perspektive wir die Welt betrachten meist, ohne es zu wissen Auf einfache Weise kann jeder die philosophische Basis seiner Denkweise erkennen, die Vor und Nachteile seiner persnlichen berzeugungen berprfen oder einmal in eine andere Denkhaut schlpfen Wir entdecken bisher kaum bekannte Seiten an uns, knnen andere besser verstehen lernen und erkennen, wie unser philosophischer Charakter unser Leben prgt Eine ebenso leicht verstndliche wie ungewhnliche Einfhrung in die Philosophie....

Title : Du lebst, was du denkst: Neun philosophische Denkweisen, mit denen wir uns und andere besser verstehen
Author :
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ISBN : B00PT7MHEQ
ISBN13 : -
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt E Book Auflage 1 26 Juni 2015
Number of Pages : 107 Pages
File Size : 771 KB
Status : Available For Download
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Du lebst, was du denkst: Neun philosophische Denkweisen, mit denen wir uns und andere besser verstehen Reviews

  • Florian W. Huber
    2019-03-30 15:30

    Dieses Buch ist eine ebenso gelungene wie kunstvolle Zusammenschau menschlicher Denkarten, die weit mehr als nur Gewohnheiten sind. Dabei gebührt dem Autor nicht nur der Verdienst die besten Knotenstellen philosophischer Literatur anschaulich als Beispiele mit ins Boot zu nehmen, sondern auch das Geschick verständlich und kurzweilig in das ewige Spannungsfeld von Freiheit, Vernunft, Moral und Glück einzuführen. Und darüber hinaus: Der Autor nimmt den Leser bis in die alltägliche Konsequenz der jeweiligen Denkmuster mit. Dabei ist jedes philosophische Zitat sorgfältig gewählt und hat seinen berechtigten Platz in der Dramaturgie dieses Vorhabens, in dem es um weit mehr als eine neue Zurschaustellung philosophischer Literaturgeschichte geht. Dieses Buch ist nichts weniger als eine Einladung zum tieferen Verstehen alltäglicher Begegnungen, nicht zuletzt mit sich selbst. Besonders wohlwollend fällt auf, dass es dem Autor gelingt auch extreme Sichtweisen von Denkarten bis in ihre alltäglichen Konsequenzen zu beschreiben ohne gleich den Hilfsmotor der Psychopathologisierung anzuwerfen, was manch anderem Autor sicher schneller passiert wäre. Gleichwohl liest man stets einen ethisch gut positionierten Autor mit, der dem Leser genügend Bewegungsraum für seine eigenen moralischen Positionierungen erlaubt. Spätestens hier merkt man, dass der Autor nicht nur ein fundierter Kenner der Philosophiegeschichte ist, sondern offenbar auch ein erfahrener Philosophischer Praktiker. Somit ist dieses Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die schon immer wissen wollten in welch guter philosophischer Gesellschaft sie sich mit ihren eigenen grundsätzlichen Lebensansichten befinden.Dr. Florian Huber, Bad Endorf im September 2015

  • Rolf Roew
    2019-04-07 16:17

    Das Buch liefert einen sehr schönen Überblick über philosophische Gedanken aus der gesamten Philosophiegeschichte. Es schafft das Kunststück, sehr gut verständlich und flüssig zu lesen zu sein, ohne dadurch Einbußen an der fachlichen Richtigkeit zu erleiden. Eine Empfehlung vor allem für diejenigen, denen Sofies Welt doch etwas zu sehr auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist.

  • M. Schäfer
    2019-04-22 15:05

    Das Buch liefert dem Leser sehr lesenswerte philosophische Denkanstöße und ist für ein Werk über Philosophie ausgesprochen leicht zu lesen.

  • Benedictu
    2019-03-29 18:26

    Der Autor Ludger Pfeil gliedert seine Einführung in die Philosophie in Denkrichtungen, denen er witzigerweise Phantasiefiguren mit sinnigen Namen zuordnet. Da treten auf: Die Überzeugungsdenkerin Vera, die Glücksfinderin Beate, der Pflichtbewußte Fidel, der Lebenskünstler Egon, der Genießer Juki, der Quergeist Una, etc. Auch wenn der Autor die Psyche dieser Kunstfiguren vielleicht ein bißchen zu stark ausmalt, sind die philosophischen Autoren und Zitate jedenfalls überlegt ausgewählt. Aber wie sieht es im Detail aus, z.B. bei Heidegger, der gleich in zwei Denkrichtungen auftaucht: bei den philosophischen Quergeistern und bei den Schwarzsehern?HEIDEGGER ALS QUERGEISTZum als schwer verständlich geltenden Martin Heidegger wählt der Autor den Zugang u.a. mit folgendem - hier korrekt wiedergegebenem - Zitat:„In der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, in der Verwendung des Nachrichtenwesens ist jeder Andere wie der Andere. Dieses Miteinandersein löst das eigene Dasein völlig in die Seinsart »der Anderen« auf, so zwar, daß die Anderen in ihrer Unterschiedlichkeit und Ausdrücklichkeit noch nicht verschwinden. In dieser Unauffälligkeit und Nichtfeststellbarkeit entfaltet das Man seine eigentliche Diktatur. Wir genießen und vergnügen uns, wie man genießt; wir lesen, sehen und urteilen über Literatur und Kunst, wie man sieht und urteilt; wir ziehen uns aber auch vom »großen Haufen« zurück, wie man sich zurückzieht; wir finden »empörend«, was man empörend findet. Das Man, das kein bestimmtes ist und das Alle, obzwar nicht als Summe, sind, schreibt die Seinsart des Alltäglichen vor.“ (Martin Heidegger, Sein und Zeit, 1927, S. 126f).Treffend klingt Pfeils Kommentar, daß sich Heidegger der persönlichen praktischen "Uneigentlichkeit" trotz seiner theoretischen Einsicht nicht entziehen konnte und dem faschistischen "Man" seiner Zeit und dessen völkischem Rassendenken verfallen war. Sein Eigensinn habe ihn in die Irre geführt. Hier hätte der Autor genauer sein müssen. Erstens, wieso Eigensinn, wenn er gerade behauptete, daß Heidegger dem Zeitgeist verfiel? Und zweitens ist es höchst fragwürdig, Heidegger als Rassendenker hinzustellen. Dagegen spricht zum einen Hannah Arendt und zum anderen, daß er als Rektor in Freiburg die Aufhängung des Judenplakates des Deutschen Studentenbundes untersagte. Donatella Di Cesare, Professorin für Philosophie an der römischen Sapienza Universität und Vizepräsidentin der Martin-Heidegger-Gesellschaft, die sich jüngst in ihrem Buch  mit Heideggers sog. "schwarzen Heften" (seinen Aufzeichnungen aus den Jahren 1942-1948) befaßt hat, spricht daher auch nur von einem „metaphysischen Antisemitismus“ Heideggers.FAZITLobenswert bei dieser flüssig und flott geschriebenen Einführung in die Philosophie, sind die ausführlichen Auszüge aus der Primärliteratur, ebenso, daß neben den ganz bekannten auch einige weniger geläufige Philosophen vorgestellt werden, wie David Ross oder Alasdair MacIntyre, die es Wert sind, einmal studiert zu werden. Leider hat der Verlag die Zitate fast aller Philosophen verfälscht, indem er sie entgegen den üblichen Gepflogenheiten guter Zitierpraxis in die sog. amtliche Rechtschreibung übertrug. Kurios, die Leser vor der Originalschreibweise der Autoren bewahren zu wollen und gleichzeitig deren Bücher zum Lesen zu empfehlen ;-).Die Systematik des Buches nach Denkweisen ist originell, hat aber auch Nachteile. Einer ist, daß bedeutende Philosophen wie Schopenhauer und Heidegger mehr als einmal vorgestellt werden mußten, ein weiterer, daß manche Kategorien sich als ein enges Korsett erweisen und eine naheliegendere dialektische Betrachtungsweise blockieren. Wie interessant die wäre, erkennt man vielleicht daran, daß andere Autoren wie Frédéric Lenoir in  Schopenhauer weniger als Schwarzseher handeln, sondern eher - kann man es fassen? - als Glücksfinder :-).

  • Minverva143
    2019-04-04 16:29

    Ich gebe zu, ich kenne den Autor und war daher positiv voreingenommen. Ich bin aber auch ein Mensch, der ehrlich sagt, wenn ihm etwas nicht gefällt. Dieses Buch jedoch finde ich absolut lesenswert. Warum? Weil es mir ENDLICH einmal all die philosophischen Gedanken, die ich schon seit Schultagen nicht verstanden habe, verständlich näher gebracht hat und mein Interesses daran geweckt hat über die genannten Philosophen mehr zu erfahren, weiter einzudringen in die Materie, „dran zu bleiben“.Dem Verfasser gelingt es wirklich gut dem Leser auch komplizierte Zusammenhänge verständlich zu machen. Dabei hilft die Anknüpfung an die Gegenwart und an Personen, wie man sie vielleicht kennt oder selbst eine ist. Und man erkennt sich auch in diesen Personen wieder, nicht 1:1, aber in einigen Typen findet bestimmt jeder etwas von sich – immerhin hat man 9 zur Auswahl. Und wer hätte gedacht, dass so mancher Gedanke, den man selbst schon hatte, so oder ähnlich von berühmteren Philosophen bereits formuliert und zu Papier gebracht worden ist, z.T. sehr weit vor der eigenen Zeit.Wer sich also auch ärgert, dass ihm bestimmte philosophische Zusammenhänge bislang nicht klar geworden sind, wer Zeit und Lust hat in die Welt der Philosophie einzusteigen, wer als philosophischer Anfänger einen gut zu verstehenden Überblick bekommen möchte, dem sei dieses Buch wirklich ans Herz gelegt!