Read Lexikon der Heiligen by Albert J. Urban Online

Title : Lexikon der Heiligen
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ISBN : 3938478306
ISBN13 : 978-3938478301
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Voltmedia GmbH 1 November 2005
Number of Pages : 205 Pages
File Size : 798 KB
Status : Available For Download
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Lexikon der Heiligen Reviews

  • birddog
    2019-03-25 15:13

    Der Einband dieses "Lexikons der Heiligen" erinnert an ein kirchliches Gesangsbuch. Das Autorenteam um Herausgeber Albert J. Urban will mit dem Band "einen umfassenden Einblick in Leben und Wirken der Heiligen" bieten (vgl. Einbandrückseite). Dieses Vorhaben wird in kompakter und kompetenter Form verwirklicht. Die Eintragungen zu den einzelnen Heiligen und Seligen sind nach einem einheitlichen Muster verfasst. Zunächst wird die Namensbedeutung geklärt und auf besondere Kennzeichen der/des Heiligen wie Ordenszugehörigkeit, Stellung in der Kirche, Namentag und Patronate eingegangen. Es folgt die Lebensgeschichte der heiligen Männer und Frauen. Abschließend wird auf Darstellungsmerkmale und die Attribute der Heiligen hingewiesen. Ein umfangreicher Anhang enthält dann noch Auskunft über die Heiligen im Kalenderjahr, ein Namensverzeichnis sowie eine Auflistung der Attribute der Heiligen in Darstellungen. Das ist alles sehr informativ und, wie angedeutet, gut aufgearbeitet. Hinzu kommt, dass die Autoren darauf hinweisen, wenn es um die Fakten zur Lebensgeschichte eines Heiligen schlecht bestellt ist (vgl. z. B. S. 23, 46, 55). Zudem werden in dem Lexikon auch weniger bekannte Details angesprochen. Z. B. war mir die Existenz eines Musicals zum Leben und Wirken des heiligen Bonifatius unbekannt (vgl. S. 101; auch S. 37, 80, 124). Auch Bauernregeln, die sich auf einzelne Heiligengestalten beziehen, fanden Aufnahme in das Nachschlagewerk. Ebenfalls für die Publikation spricht, dass die Autoren differenziert zu Werke gehen und bei manchen ihrer Protagonisten nicht mit kritischen Worten sparen. So sind für sie die Heiligsprechung der Kaiser Karl I. der Große (vgl. S. 266ff.) und Konstantin I. der Große (vgl. S. 276ff.; auch S. 142, 149, 153, 337, 345ff, 347f., 399ff, 406f., 436) durchaus anfechtbar. Fehlende Abbildungen der heiligen Männer und Frauen kann man angesichts der informativen Berichterstattung verschmerzen. Weniger verzeihlich ist dagegen, dass manche Heilige keine Aufnahme in den Band gefunden haben. So sind die vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Vorarlberg verehrten heiligen Gallus, Magnus und Gebhard unter den Tisch gefallen. Unerklärlich ist zudem, warum die italienische Nationalheilige und große Mystikerin, die heilige Katharina von Siena, übersehen worden ist. Und die Aussage, dass Coelestin V. "der einzige Papst, der auf eigenen Entschluss auf das Amt verzichtete" sei (S. 121), ist durch Benedikt XVI. inzwischen revidiert worden. Das konnten die Autoren 2005 aber noch nicht wissen. Bleibt somit festzuhalten, dass es sich beim "Lexikon der Heiligen" vom Volt Media Verlag um ein sehr gutes, aber nicht perfektes Nachschlagewerk handelt.

  • SaMa
    2019-04-21 20:01

    Erst war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht von dem Buch vielleicht auch weil ich gleich mal eine Heilige nicht gefunden habe (Hl. Alexandra). Aber mittlerweile habe ich mich doch damit angefreundet. Es ist schon ein ganz gutes Nachschlagewerk. Also wenn jemand nicht viel Geld ausgeben möchte und trotzdem viel Wissenswertes haben will kann man es durchaus empfehlen.

  • Amazon-Kunde
    2019-04-14 21:27

    Hätte mehr Abbildungen erwartet. Hat meine Erwartungen zu diesem Buch in keiner weise erfüllt. Für einen Laien ist das Buch ohne die errforderlichen Abbildung nur sehr schwer nach vollzierbar

  • Martina Luise Pachali
    2019-04-16 18:28

    Da stehen sie, über dem Kirchenportal oder in lockeren Guppen im Kuppelfresko, bewehrt mit allen möglichen kryptischen Gegenständen, versehen mit Kreisen um den Kopf die sie als Heilige ausweisen, Männer und Frauen zu gleichen Teilen, und wir wissen nicht mehr so ganz, was wir von ihnen halten sollen, und umso weniger (abgesehen von ein paar ganz offensichtlichen Kandidaten) wer sie sind. Die großen religiösen Kunstwerke der vergangenen Jahrhunderte stellen sie vergleichsweise kontextfrei nebeneinander, und die museale Erklärung oder der Kunstführer nennen ihre Namen. Es sind irgendwelche Heiligen, aber wer sie waren? Was ihre Bedeutung ist? Was die Tradition, mit der sie jahrhundertelang für usnsere Kultur selbstverständlich waren?In diesem Buch finden wir sie alle wieder: ihre Geschiche, der historische und theologische Hintergrund, die Verehrung und 'Spezialisierungen', die sie in der Volkfrömmigkeit erfahren haben, die Festtage und Bedeutungen, die Attribute, an denen man sie in der Ikonographie erkennt, und die unterschiedlichen Formen, die ihre Namen in den verschiedenen Sprachen angenommen haben. Klar wird unterschieden zwischen Legende und historischer Überlieferung, und jede kurze Biographie ist ein Einblick in eine wichtige Epoche unserer Geschichte.Den schließlich waren Heilige, bevor die Volksfrömmigkeit sie zu Helfern gegen Kummer, Pein und Zipperlein machte, vor allen Dingen besondere Menschen, die in der Geschichte der christlichen Religion einen herausragenden Platz einnehmen. Die Figuren der Bibel und die Märtyrer der Spätantike stehen neben großen Kirchenlehrern, Mystikern, Erneuerern und Denkern, mit ein paar Abstraktionen oder Parablen oder 'seltsamen Heiligen' durchmischt, welche Letztere man nun doch nicht so einfach vom Kalender streichen oder de-kanonisieren kann, bis zu den 'politisch korrekten' Heiligen der Neuzeit, die so von der katholischen Kirche für herausragendes Engagement unter Einsatz des eigenen Lebens anerkannt werden. Oder man denke nur an 'Volkes Stimme', die die sofortige Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. forderte.Nein, Heilige gehören zu den Grundlagen unserer Kultur- und Geistesgeschichte, und wenn sie uns heute schon lange nicht mehr so selbstverständlich sind wie in früheren Zeiten und wir leicht irritiert die lange Reihe der Namen neben den Figuren in San Vitale in Ravenna lesen, so ist es doch gut, diese Traditionen immer noch zur Hand zu haben. Unaufgeregt und ohne Frömmelei sorgt dafür dieses Buch.