Read Psyche im Kino: Sigmund Freud und der Film by Thomas Ballhausen Online

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Psyche im Kino, Sigmund Freud und der Film....

Title : Psyche im Kino: Sigmund Freud und der Film
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ISBN : 3901932895
ISBN13 : 978-3901932892
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : verlag filmarchiv austria Auflage 1., 2006
Number of Pages : 416 Seiten
File Size : 592 KB
Status : Available For Download
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Psyche im Kino: Sigmund Freud und der Film Reviews

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    2019-03-27 16:06

    Verlagstext:Die Themenbereiche »Kino« und »Psychoanalyse« befinden sich in einem spannungsreichen Dialog. Während sich in der angloamerikanischen Fachliteratur zahlreiche Bücher mit dem Thema beschäftigen, wurden Beiträge im deutschsprachigen Raum bisher noch nicht in konzentrierter Form veröffentlicht. Anlässlich des Freud-Jahres 2006 bereitet das Filmarchiv Austria in Kooperation mit dem Sigmund-Freud-Museum Wien einen Sammelband an Essays vor, der sich sowohl mit der Person Freud als auch den Hauptthemen der Psychoanalyse beschäftigt. Gemäß dem Hofmannsthal-Zitat »Das Kino ist der Ersatz für die Träume« analysiert die Publikation die nachhaltige Bedeutung Freuds und seiner Theorien für das Medium Film und die Traumanstalt Kino. Neben Betrachtungen zu Freud als Spielfigur vor der Kamera gibt es Essays zu Themen wie »Was die Psychoanalyse vom Kino lernte«, »Das Konzept der Identifikation in der psychoanalytischen Filmtheorie«, »Freud und Deleuze im Melodrama«, oder »Österreichische literarische Avantgarde und Psychoanalyse«. Der Band enthält Beiträge von Lorenz Aggermann, Thomas Ballhausen, Hanjo Berressem, Paolo Caneppele, Thomas Elsaesser, Vinzenz Hediger, Frank Kessler, Ursula von Keitz, Günter Krenn, Sabine Lenk, Annemone Ligensa, Lydia Marinelli, Alexandra Millner, Laura Mulvey, Leonardo Quaresima, Georg Schmid, Georg Tscholl und Juliane Vogel.Rezension von Ralph Eue (9. Juni 2006, Neue Zürcher Zeitung):1895 traten das Kino und die Psychoanalyse in die Welt, und die Wege, die sie einschlugen, verliefen nicht nur parallel, sondern überschnitten sich auch häufig. Das Kino als die Couch der Armen ist zum geflügelten Wort geworden, wobei in diesem Bild immer verschwommen blieb, ob dem Zuschauer die Rolle des Analytikers oder des Patienten zukommt. Die Herausgeber des Bands «Psyche im Kino - Sigmund Freud und der Film» erklären gleich im Vorwort, dass sie den Gegenstand als offenes Feld beackern wollen: «Freud ist in der modernen Begrifflichkeit weniger eine Ikone als vielmehr ein "icon" auf der Oberfläche des bildungsbürgerlich-intellektuellen Desktops», und: «Freud ist ikonographisch identifizier- und assoziierbar, welche und wie viele Links sich für den Einzelnen darunter verbergen, gibt die Oberfläche nicht preis.» Facettenreich wird untersucht, wie Kino und Psychoanalyse in der Twilight-Zone zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit «spielen» - beide suchen nach der Lösung von Geheimnissen hinter der Tür (frei nach dem Fritz-Lang-Film von 1947). Denn das Unbewusste kann man nicht sehen, aber das Unbewusste ist es, das die Blicke auf sich zieht. Ausserdem sind sowohl die Psychoanalyse wie das Kino Bastarde mit einer Vielzahl von Leih-Eltern und ebenso gierig wie schamlos in ihrer Wilderei bei der Literatur, den darstellenden Künsten, Alltag, Brauchtum, Philosophie und Religion. Erstaunlich auch, wie ähnlich oder gar identisch das operative Vokabular von Kino und Psychoanalyse ist: Projektion und Projektionsfläche, Szenerie und Szenario, Einstellung und Auflösung, Motiv und Illusion. Die Filme, die sich als rote Fäden durch das Buch ziehen, reichen von dem in diesem Zusammenhang oft zitierten «Geheimnisse einer Seele» (Pabst) über «Spellbound» (Hitchcock) und «Freud» (Huston) bis zu «Eyes Wide Shut» (Kubrick). Die Rede ist auch von «Sonne Halt!» (Ferry Radax), «Edipo Re» (Pasolini) oder «Der junge Freud» (Georg Stefan Troller / Axel Corti). Wenn es aber einen Filmautor gibt, in dessen gesamtem Werk die Psychoanalyse ein zentraler Modus Operandi ist, dann wohl Woody Allen. In «Sleeper» (1973) etwa nennt der Hauptdarsteller (und Regisseur) das Gehirn sein zweitliebstes Organ und bezeichnet das als «strikt freudianisch».