Read Zur Idee des therapeutischen Nachnährens – was kann Musiktherapie leisten?: Beiträge der 10. Musiktherapie Tagung 2002, März 2002 (zeitpunkt musik) by Dorothee von Moreau Online

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Die Idee, ja der Wunsch oder die Hoffnung, im gesch tzten therapeutischen Setting das nachholen oder ersetzen zu k nnen, was in der Entwicklung des Einzelnen zu kurz gekommen scheint, die Idee des therapeutischen Nachn hrens also, ist so alt wie die Psychotherapie selbst Kann Musiktherapie nachn hren Kann sie fr here M ngel beim Patienten ausgleichen Und wenn ja, welche Und wodurch Und was muss der Patient daf r einbringen Oder wie muss er sein, um diese Nahrung aufnehmen und verwerten zu k nnen Muss er einfach schlucken Welches therapeutische Selbstverst ndnis steckt hinter der Idee des Nachn hrens Basiert es nur auf jener gef hrlichen Mischung von Idealisierung und Omnipotenzgef hlen oder tats chlich auf klinischer Erfahrung Daher ist nicht zuletzt die Frage wichtig, wie viel Bescheidenheit wir als Therapeuten brauchen, um mit diesem Konzept f rderlich statt sch digend umgehen zu k nnen Die Beitr ge dieses Buchs, Vortr ge im Rahmen der 10 Musiktherapie Tagung, f hren an dieses in Fachkreisen kontrovers diskutierte Thema heran und geben einen lebendigen und theoretisch fundierten Einblick in die Wirksamkeit der musiktherapeutischen Beziehung Die Autoren verdeutlichen M glichkeiten und Gefahren intensiver Beziehungsarbeit in der Therapie und verweisen auch auf historische Annahmen und Irrt mer in der psychotherapeutischen Theoriebildung....

Title : Zur Idee des therapeutischen Nachnährens – was kann Musiktherapie leisten?: Beiträge der 10. Musiktherapie Tagung 2002, März 2002 (zeitpunkt musik)
Author :
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ISBN : 389500295X
ISBN13 : 978-3895002953
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Reichert, L 1 Oktober 2002
Number of Pages : 88 Seiten
File Size : 563 KB
Status : Available For Download
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Zur Idee des therapeutischen Nachnährens – was kann Musiktherapie leisten?: Beiträge der 10. Musiktherapie Tagung 2002, März 2002 (zeitpunkt musik) Reviews

  • Anne Böttcher
    2019-04-29 18:09

    Sechs namhafte Therapeuten verschiedener psychotherapeutischer Richtungen (Frohne-Hagemann, Schretter, Scheytt-Hölzer, Hegi, Schmidtbauer, Schulz) setzten sich im Rahmen der 10. Tagung des FMZ öffentlich mit dem Thema "Nachnähren" in der Psychotherapie" auseinander; ihre Vorträge finden sich in diesem Buch. Als Leser kann man teilhaben an einer variantenreichen Betrachtung dieses in psychotherapeutischen Kreisen sehr umstrittenen Aspektes von Psychotherapie, an der Annäherung an Fragen wie solcher, ob und in welchen Zusammenhängen, bei welchen Patienten, durch welche Therapeuten (Mann oder ausschließlich Frau) Nachnähren sinnvoll sei, ja, ob es Nachnähren überhaupt gebe. Zentrales Thema bei allen Autoren ist in diesem Zusammenhang die Betrachtung von Regression, deren Nutzen und Notwendigkeit, aber auch die Gefahr der Entgleisung regressiver Prozesse. Zu welcher Art und Intensität von Kontakt oder Berührung ist ein Patient überhaupt in der Lage? Wie geht man mit Verschmelzungswünschen, Wiedergutmachungsphantasien, Omnipotenzansprüchen und Omnipotenzzuweisungen um? Welchen Gefahren zu großer Nähe oder zu großer Abstinenz ist man in den verschiedenen Therapierichtungen ausgesetzt? Was ist Verwöhnung, was ist heilsame, was erfolgsverhindernde Disziplin in einer Therapie? Bei aller Verschiedenheit im Umgang mit diesem Thema waren sich die Vortragenden in einem einig: Nährend können therapeutische Handlungen oder Haltungen durchaus sein, sie sind dann Phasen oder Teile einer Therapie und werden therapeutisch reflektiert eingesetzt; zu einem "Nachnähren" jedoch sind weder Frau noch Mann als Therapeuten in der Lage.Fazit eines jeden Beitrages und Fazit auch dieses Buches ist, dass es gilt, zu aller Zeit einer Therapie die Beziehungs- und Kontaktfähigkeit und die Regressions-und Verschmelzungswünsche eines Patienten kritisch im Blick zu haben, um nährende und realitätsweisende Interventionen heilsam einsetzen und zum Wohle des Patienten gebrauchen zu können. Die fünf sehr verständlich geschriebenen Beiträge dieses Buches behandeln ein "Muss-Thema" eines jeden psychotherapeutisch Tätigen.Anne Böttcher