Read Black Box Computer: Zur Wissensgeschichte einer universellen kybernetischen Maschine (Kultur- und Medientheorie) by Rainer C. Becker Online

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Erst riesig, dann grau, in Zukunft ubiquit r und unsichtbar Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken Jedoch Der Computer ist keine Naturnotwendigkeit oder quasi evolution r entstanden In Rekurs auf fr he Texte der Universalwissenschaft Kybernetik erz hlt Rainer C Becker die Geschichte einer sozialen Maschine Er rekonstruiert Einzeltechnologien eines neuen Anordnungstyps technischer Einzelteile zu einer universellen Norm Architektur Mittels Diskursanalysen werden Grundsedimente eines zwischen 1943 und 1952 entstehenden biopolitischen Dispositivs der Kybernetisierung sichtbar, das Effekte bis hinein in die informatisierten Biowissenschaften hatte....

Title : Black Box Computer: Zur Wissensgeschichte einer universellen kybernetischen Maschine (Kultur- und Medientheorie)
Author :
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ISBN : 3837615553
ISBN13 : 978-3837615555
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Transcript Auflage 1., Aufl 25 Januar 2012
Number of Pages : 402 Seiten
File Size : 587 KB
Status : Available For Download
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Black Box Computer: Zur Wissensgeschichte einer universellen kybernetischen Maschine (Kultur- und Medientheorie) Reviews

  • Tyrone Slothrop jr.
    2019-04-11 14:40

    Eines vorneweg, das Buch ist selbst für dissertationsprosagewöhnte Leser/innen, wie sie der veröffentlichende Verlag (Transcript) mehrheitlich im Publikum sitzen hat, keine ganz leichte Kost ...Disziplinär der Philosophie zugehörig, geht Rainer C. Becker mit viel Akribie der Diskursgeschichte und Karriere von "Dispositiven" wie Computer, Informatik, Kybernetisierung sowie anraindernden Begriffen wie Cyborgs, Kontrolle (control) oder Kommunikation auf den Grund. Wenn man bereit ist, sich auf den Diskurs und hier und da die Idiosynkrasien einzulassen, die der Verfasser selbst an den Tag legt, ist es eine überaus lohnende und erkenntnisreiche Lektüre.Beinahe wie ein herkömmlicher Historiker, als der ein an Foucault geschulter Philosoph natürlich niemals überführt werden möchte, legt Becker in 'Black Box Computer' nämlich einen Untersuchungszeitraum zu Grunde, der so ergiebig wie gut legitimiert ist: 1943 bis 1952, also die frühe Zeit der Kybernetisierung, die Zeit der frühen Computer und die Frühzeit der Theoretisierungen zu beiden in den fachlichen Communities. Wiener, Shannon und von Förster werden genannt und Linien gezogen zu heutigen und aus ihrer Rückschauwarte selbstredend immer übervorteilten Denkern (Hayles, Haraway etc.).Dass Rainer C. Becker sich dabei als in der Wolle gefärbter Foucauldianer outet, wird in den Analysen und dem verwendeten Jargon deutlich, ist aber nicht weiter schlimm, sondern erhellend. Und wichtig ist und über allem thront ohnehin der Große Einsatz, der hier gewagt wird: nämlich kritisch die Ursprünge eines Diskurses offenlegen zu wollen, der heute unseren Alltag mehr bestimmt als alles andere - und zwar ohne dass uns in 'unserem Alltag' noch sonderlich bewusst ist. Die Archäologie dieses Wissens um die Urgründe des Computers, der Kybernetisierung und des allgegenwärtigen Geschwafels um Rückkopplungen, feedback-Prozesse und des Geraunees von den sich selbst steuernden Systemen zu betreiben, ist neben der treffenden Analyse ihrer Folgen die besondere Leistung dieser Arbeit.Da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, dass der erkenntnisreiche und eigentlich diskursarchäologische Teil den aktuellen Bestandsaufnahmen nachgeschaltet ist, die ein wenig theorieübersättigt herüberkommen. Trotzdem bleibt unterm Strich eine verdiente positive Wertung.