Read Das psychische Immunsystem: Schutzschild der Seele (Systemische Praxis) by Hans Menning Online

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Wie es k rperliche Erkrankungen und ein somatisches Immunsystem gibt, das sie abwehrt, so gibt es auch ein psychisches Immunsystem, das psychische Erkrankungen abwehrt Dieses Immunsystem arbeitet meist implizit, ohne unser bewusstes Zutun Die Widerstandskraft, die St rke und Robustheit des psychischen Immunsystems bestimmt, wie gut wir gegen menschengemachte Traumata wie Terroranschl ge, Krieg und Misshandlungen, aber auch gegen schicksalhafte Naturkatastrophen, t dliche Erkrankungen wie Krebs und den Tod von nahestehenden Personen gesch tzt sind.Wie berwinden wir psychische St rungen ber welche Schutzmechanismen verf gen wir Welches sind die Komponenten, aus denen unser psychisches Immunsystem besteht und was kann dieses st rken Die psychische Widerstandskraft ist bei jedem Menschen unterschiedlich, einige verkraften selbst schwerste traumatische Schicksalsschl ge und k nnen an ihnen wachsen und Sinn gewinnen, andere zerbrechen daran Es hat sich gezeigt, dass unter anderem Resilienz, Resistenz, die F higkeit, die eigenen Gef hle zu regulieren, Ressourcen zu nutzen und nicht aufzugeben, Optimismus, Selbstachtung sowie die F higkeit eine Krise als Chance zur Sinngebung und Pers nlichkeitsentwicklung zu nutzen, entscheidend f r die Immunit t vor und f r die Genesung von einer psychischen Erkrankung sind Das Buch beleuchtet, was das psychische Immunsystem leistet, wie man es ankurbeln und st rken und seine F higkeit zur stetigen Selbstorganisation aufrechterhalten kann....

Title : Das psychische Immunsystem: Schutzschild der Seele (Systemische Praxis)
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ISBN : 3801724956
ISBN13 : 978-3801724955
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Hogrefe Verlag Auflage 1 Auflage 2015 24 November 2014
Number of Pages : 128 Seiten
File Size : 963 KB
Status : Available For Download
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Das psychische Immunsystem: Schutzschild der Seele (Systemische Praxis) Reviews

  • Ingmar S.
    2019-03-26 16:24

    Das psychische Immunsystem wird hier in Analogie zum somatischen Immunsystem als ein System von psychischen Mechanismen beschrieben, das psychische Erkrankungen abwehrt oder wie mit unsichtbarer Hand zur Heilung derselben beiträgt. Wir alle kennen es, wir alle haben es.Der Autor gibt einen Einblick in die Ideengeschichte der psychischen Abwehr. Schon Anna Freud beschäftigte sich mit den Abwehrmechanismen der Psyche („Das Ich und die Abwehrmechanismen“). Sie leitete damit eine Entwicklung ein, die den Fokus von dem unreifen, triebhaften, unbewussten Es zum reiferen, realitätsorientierten, bewussten Ich lenkte. Dieses Ich war quasi die selbstregulatorische Instanz, die Triebregungen mit Anforderungen der Realität und ethisch-moralischen Ansprüchen ausbalancierte und dadurch gewissermassen psychische Gesundheit (wieder-)herstellte.Die Idee, dass es nicht nur wichtig ist zu verstehen, wie psychische Erkrankungen entstehen, also die ''Pathogenese'', sondern auch wie Heilung entsteht, die ''Salutogenese'', beschäftigte den Medizinsoziologen Aaron Antonovsky in seinem Buch: „Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit“. Er stellte abweichend von der klassischen auf Krankheit und Defizite orientierten Medizin die wichtige Frage, warum Menschen gesund bleiben, wie sie Gesundheit generieren. Er stellte fest, dass wir zwar eine elaborierte Systematik psychischer Störungen haben, aber sehr wenig über die Agenten psychischer Heilung wissen.Bereits in den 1990-er Jahren richtete dann Martin Seligman seine Aufmerksamkeit auf die Stärken und Tugenden der Menschen („Character Strength and Virtues“) und begründete damit die Positive Psychologie. Ressourcen wurden als inhärenter Bestandteil jeder Psyche angesehen, die aktiviert werden mussten, um eine Heilung „wie von selbst“ zu bewirken.Spätestens seit Beginn des 21. Jahrhunderts, besonders jedoch in den letzten Jahren erlebte die Resilienzforschung einen regelrechten Boom. Resilienz wird als die Fähigkeit angesehen, nach widrigen Ereignissen wieder aufzustehen, auf Störungen mit Aktivierung von Ressourcen und positiver Anpassung zu reagieren und sie für die persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. Hier knüpft auch das Konzept des posttraumatischen Wachstums an (Tedeschi und Calhoun, 1995). an. Posttraumatisches Wachstum bedeutet, dass einige Menschen an traumatischen Ereignissen "reifen" und weiser werden, sie lernen, das Leben, Beziehungen, die eigenen Stärken und Möglichkeiten mehr und besser (ein-)zu schätzen.Dem Autor gelingt es, unter dem Schirm des psychischen Immunsystems auf gelungene Art und Weise diese Konzepte einer modernen Psychotherapie (Kohärenzsinn, Hardiness, Ressourcen, Resistenzen, Resilienz, Reifung, Selbstwirksamkeit etc.) zusammenzuführen. Er entwickelt aus der bisherigen Forschung die Komponenten und Funktionsweise eines psychischen Immunsystems analog zum biologischen Immunsystem. Dabei beleuchtet er anhand vieler hochaktueller Beispiele und wissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowohl positive als auch negative Aspekte des psychischen Immunsystems. Die Ressourcen oder Bausteine des psychischen Immunsystems sind kognitive, emotionale und motivationale Fundamente, welche eine Verteidigung gegen schädliche „Psychotoxine“ (Grenzüberschreitungen, Kränkungen, Intrusionen) ermöglichen. Wir erfahren, dass „Psychoviren“ wie schädliche Programme seit frühester Kindheit ihr Unwesen in uns treiben können und dass wir mit einer gewissen „Immunintelligenz“ Verteidigungs- und Reparaturprogramme dagegen starten können. Dank der Reifung des psych. Immunsystems und der bewussten Ausbildung von „psychischen Antiviren“ lässt sich eine verbesserte Selbstheilung und Robustheit dem Leben gegenüber erreichen. Zusammenfassend handelt es sich um eine sehr empfehlenswerte, praxisnahe psychotherapeutische Ideensammlung, welche in die Bibliothek eines jeden psychotherapeutisch Tätigen passen würde und dessen Therapiespektrum um eine interessante Perspektive erweitern wird.