Read Athen und Jerusalem: Die philosophische Kritik am Christentum in Spätantike und Neuzeit. Quaestiones 16 by Eckhart Holzboog Online

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The synthesis of classical philosophy and Christianity, Athens and Jerusalem, has always been seen as a special characteristic which defines the identity of Western culture However the confrontations between philosophy and Christianity in late antiquity Celsus, Porphyry and Julian the Apostate and in the modern era, in particular during the Enlightenment, conflicted with this idea A comparative analysis of these shows the turning points brought about by Christianity in the history of philosophy and concepts of man It is especially in fundamental questions of ethics, anthropology and metaphysics that the concept of an occidental synthesis is shown to be incorrect....

Title : Athen und Jerusalem: Die philosophische Kritik am Christentum in Spätantike und Neuzeit. Quaestiones 16
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ISBN : 3772825672
ISBN13 : 978-3772825675
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : frommann holzboog Auflage 1 24 Oktober 2011
Number of Pages : 185 Pages
File Size : 772 KB
Status : Available For Download
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Athen und Jerusalem: Die philosophische Kritik am Christentum in Spätantike und Neuzeit. Quaestiones 16 Reviews

  • valtental
    2019-03-08 06:42

    Inhaltsangabe und ein Einblick in das Buch werden auf books.google.de geboten. Trotz dieser umfangreichen Möglichkeit lohnt sich ein Kauf des Buches:"Was hat Athen mit Jerusalem zu schaffen, was die Akademie mit der Kirche, was die Häretiker mit den Christen?" Dieses Zitat des Christen Tertullian wird am Beginn der Untersuchungen des Verfassers (V.) erwähnt, welche sich dem mittleren Zitatteil "Akademie - Kirche", also vor allem philosopisch-theologischen Anschauungen der Spätantike zuwenden. Mit Hinweis auf die auch heute noch vorherrschende Ansicht, welche das Christentum als Bewahrer und Fortentwickler antiker Philosophie darstellt, macht d. V. die Leser mit den Unterschieden des heidnischen und christlichen Welt- und Menschenbildes und dem der Aufklärer bekannt, um im anschließenden Vergleich die Frage nach der Berechtigung dieser Auffassung zu stellen. Die Untersuchungen beschränken sich also nicht auf die Spätantike, sondern stets werden Verbindungslinien in die Zeit der Aufklärung aufgezeigt, deren Vertreter bei ihrer Kritik des Christentums und ihren Bemühungen um eine Befreiung der Philosophie von den Vorgaben der Theologie in erheblichen Maße auf die heidnischen Kritiker Kelsus, Porphyrios und Julian zurückgegriffen haben. Gerade dieser zeitliche Brückenschlag macht das Buch hochinteressant! Denn dass nach über tausend Jahren die Aufklärer wieder eine fast gleichlautende Kritik gegen das Christentum erheben, wie sie schon in der Spätantike geäußert wurde, lässt erhebliche Zweifel an einer behaupteten Bewahrung, Fort- oder gar Höherentwicklung von Philosophie und Menschbild durch das Christentum aufkommen. Die philosophisch-theologischen Dissense werden vom V. an den Themen Glaube, Wunder und Moral aufgezeigt.Was die Bibelkritik der Heiden anbelangt, wird dargestellt, dass schon vor 1.600 Jahren von diesen das Prinzipielle geleistet wurde, so dass die historisch-kritische Bibelforschung der letzten rund 300 Jahre nur wie ein etwas erweiterter Neuaufguss erscheint.Das Buch ist auch für Leser geeignet, die sich bisher noch nicht näher mit dem Gedankengut der Spätantike oder den Inhalten des Christentums beschäftigt haben. In dieser Untersuchung kann man die Knackpunkte des christlichen Glaubens und Menschenbildes eingebettet in eine epocheübergreifende Darstellung kennenlernen, ohne sich mit nachgeordneten, für eine Gesamtbeurteilung unwichtigen Dogmen (z.B. Trinität) befassen zu müssen.Für "Neueinsteiger" bezüglich Spätantike empfiehlt sich der kleine Band , in welchem in der Einleitung auf zehn Seiten eine Kurzbeschreibung der Kerninhalte des heidnischen Welt- und Menschenbildes (Neuplatonismus) und die unüberbrückbaren Unterschiede zum aufkommenden Christentum geboten wird. Praktischerweise hält man mit diesem Band auch gleich die Porphyrios zugeschriebenen Fragmente in der Hand, die eine der Hauptquellen der Untersuchungen von W.S. sind.Die Betrachtungen d. V. erfolgen stets unter Einbindung zahlreicher Zitate aus Originalquellen bzw. gleichfalls untersuchender Sekundärliteratur. In über 700 Anmerkungen/Verweisen werden weitere Textstellen und Erläuterungen geboten, die lesefreundlich direkt unter dem Text erscheinen. In diesen sind Zitate jeweils in den Originalsprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Griechisch aufgeführt. Im Haupttext werden aber durchgängig deutsche Übersetzungen verwendet, unter Zusatz einzelner originaler Schlüsselworte.(Einziger "Kritikpunkt": einige m. E. unnötige Fremdwörter, die den Lesefluss für fachlich weniger bewanderte Leser ab und zu stören: invektiv - beleidigend, Levitation - Schweben, ubiquitär - weitverbreitet, Doxologie - Schlussgebet, Hagiographie - Heiligenbeschreibung, Athesete - Textverwerfung. Aber dies sind wenige Ausnahmen eines sonst verständlich geschriebenen Textes.)