Read Schizophrenien: Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige by Daniel Hell Online

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Dieses Buch hilft Patienten und Angeh rigen, schizophrene Psychosen besser zu verstehen Es erkl rt die Symptome dieser Erkrankung, ihre m glichen Ursachen und ihre Behandlung, aber auch wie sie verl uft und wie man sich davor besser sch tzen kann Schizophren erkrankte Menschen m ssen oft mit dem Stigma leben, das diese St rung in unserer Gesellschaft immer noch hat Angeh rige sind vielfach berfordert und wissen sich h ufig nicht zu helfen Umso wichtiger ist eine umfassende Information ber die Erkrankung durch erfahrene Experten Dabei bleibt das Buch aber nicht stehen Es befasst sich ausf hrlich mit schwierigen Alltagssituationen und gibt Hinweise f r den Umgang mit Alltagsn ten.Das Buch ist aus der Zusammenarbeit mit Schizophreniekranken und ihren Angeh rigen entstanden Es ist sehr verst ndlich geschrieben Die Kapitel k nnen auch einzeln gelesen werden.Aus dem InhaltVerbreitete Vorurteile psychotisches Erleben, was ist anders Ursachenforschung Welche Therapie f r welches Problem Ans tze zur Selbsthilfe Anleitung und Unterst tzung f r Angeh rige im Umgang mit schizophren erkrankten Familienmitgliedern Glossar der wichtigsten Krankheits und Fachbegriffe.Die Autoren Professor em Dr med Daniel Hell, langj hriger rztlicher Direktor der Psychiatrischen Universit tsklinik Z rich, an der Privatklinik Hohenegg am Z richsee t tig Privat Dozent Dr med Daniel Sch pbach, Chefarzt, Klinikum am Weissenhof, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universit t Heidelberg....

Title : Schizophrenien: Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige
Author :
Rating :
ISBN : 3662489317
ISBN13 : 978-3662489314
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Springer Auflage 5., vollst berarb Aufl 2016 8 August 2016
Number of Pages : 172 Seiten
File Size : 792 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Schizophrenien: Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige Reviews

  • Tom Simon
    2019-03-02 14:13

    Das Buch gibt vor ein Ratgeber zu sein und Stigmata aufzulösen, doch aufgrund vieler Halbwahrheiten und einer einseitigen Sicht auf das Thema, erreicht es leider das genaue Gegenteil.Nur ein paar Beispiele:Auf Seite 7 steht: "Das erste und älteste Vorurteil ist die Vorstellung, Schizophrenien gingen mit einem fortschreitenden Abbau von Hirnsubstanz einher und führten zu einer Art vorzeitiger Demenz."Dieses Vorurteil ist nicht gänzlich verkehrt, jedoch führen nicht Psychosen zu einem Abbau der Hirnsubstanz, sondern deren Behandlung mit Neuroleptika wie sie auch von Daniel Hell betrieben wird. Oder wie es bei wikipedia steht: "Die Behandlung mit Neuroleptika führt zu einem dosis- und zeitabhängigen Umbau der Struktur des Gehirns mit einer Verschiebung des Verhältnisses von grauer zu weißer Substanz und einer Verringerung des Volumens verschiedener seiner Strukturen (Neurodegeneration). Eine an Affen durchgeführte Studie ergab, dass deren Hirnvolumen und -gewicht um etwa 10 % sank, nachdem ihnen über einen längeren Zeitraum hinweg die bei der Behandlung von Psychosen verbreiteten Wirkstoffe Olanzapin und Haloperidol verabreicht wurden."Ein weiteres Beispiel aus dem Buch, Seite 11:"Der Münchner Nervenarzt Emil Kraepelin hat 1896 erstmals schizophrenieartige Erkrankungen von anderen Gemüts- oder Geisteskrankheiten [...] abgegrenzt. Er war der Meinung, damit einheitlich ungünstig verlaufende Krankheitsfälle zusammenfassen zu können. Deshalb nannte er das Krankheitsbild »Dementia praecox« (etwa »vorzeitige Verblödung«)."Hier zeigt sich historisches Unwissen, denn die von Kraepelin beschriebenen Patienten litten nicht unter Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, sondern unter Encephalitis lethargica, die in der Tat damals zu "vorzeitiger Verblödung" führte.Problematisch wird das Buch, wenn die medikamentöse Therapie der Schizophrenie beschrieben wird. Hier wird die neuere Forschung ausgeblendet, die zeigt, dass Neuroleptika Psychosen nicht heilen, sondern im Gegenteil langfristig verschlimmern. Die Ergebnisse dreier Langzeitstudien aus der englischsprachigen Literatur:1992: Schizophrenia outcomes are much better in poor countries like India and Nigeria, where only 16 percent of patients are regularly maintained on antipsychotics, than in the United States and other rich countries, where continual drug usage is the standard of care. (World Health Organization)1998: Antipsychotic drugs cause morphological changes in the brain that are associated with a worsening of schizophrenia symptoms. (University of Pennsylvania)2007: In a fifteen-year study, 40 percent of schizophrenia patients off antipsychotics recovered, versus 5 percent of the medicated patients. (University of Illinois)Stattdessen wird im Buch unter dem Stichwort "optimale Behandlung" postfaktisch geschrieben: "Bei Schizophreniekranken, die immerwieder zu wahnhaften Beeinträchtigungen neigen oder periodisch erkranken, ist eine andauernde medikamentöse Behandlung meist hilfreich. Sorgfältige Studien haben wiederholt belegt, dass eine Dauermedikation über Jahre die Rückfallneigung deutlich senken kann."Ebenso werden alternative Behandlungsmethoden nicht erwähnt. So zeigt zum Beispiel das finnische Modell des Open Dialogues die weltweit besten Heilungserfolge bei der Behandlung von Psychosen. Praktisch so erfolgreich, dass es in West-Lappland keine Schizophrenie mehr gibt! Im Buch findet diese Therapie leider keine Erwähnung, vermutlich passt sie nicht ins krankheits-stigmatisierende Modell des Autors. Wer sich für diese Therapie interessiert, dem empfehle ich die Doku "Open Dialogue - an alternative Finnish approach to healing psychosis", die man bei Youtube findet.