Read Shooter: Eine multidisziplinäre Einführung (Medien'welten / Braunschweiger Schriften zur Medienkultur) by Matthias Bopp Online

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Kein anderes Computerspiel Genre wird in der ffentlichkeit so kontrovers diskutiert wie Shooter Spiele In der politischen und p dagogischen Rhetorik ist seit einiger Zeit sogar von KillerspielenWirkungen gewalthaltiger Spiele wie etwa Doom, Quake, Half Life, GTA oder Counterstrike Es geht dar ber hinaus auch um die wissenschaftliche Analyse konkreter Spielformen, um Einsichten in die sthetik popul rer Spiele sowie um die Frage nach den Diskursen, Ausdrucksformen und sozialen Gemeinschaften, die Shooter als Ph nomene der zeitgen ssischen audiovisuellen Kultur kennzeichnen Damit gibt der Band einen Einblick in die Vielfalt aktueller Ans tze der Computerspielforschung und macht dadurch die Konturen eines noch jungen Forschungsfeldes anschaulich Ber cksichtigt werden beispielsweise, p dagogische, psychologische, kunst und kulturwissenschaftliche, enthnologische, diskursanalytische und medientheoretische Zugangsweisen....

Title : Shooter: Eine multidisziplinäre Einführung (Medien'welten / Braunschweiger Schriften zur Medienkultur)
Author :
Rating :
ISBN : 3643101899
ISBN13 : 978-3643101891
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : LIT Auflage 1., 30 Juni 2009
Number of Pages : 416 Seiten
File Size : 690 KB
Status : Available For Download
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Shooter: Eine multidisziplinäre Einführung (Medien'welten / Braunschweiger Schriften zur Medienkultur) Reviews

  • Karl H. Stingeder
    2019-03-24 15:11

    "Doom", "GTA", "Quake", "Counterstrike": Ego-Shooter standen in den letzten Jahren vordergründig durch deren oft oberflächliche mediale und politische Instrumentalisierung im Blickpunkt. Mit diesem Sammelband eröffnet sich nun ein differenzierter Blick über den medial inszenierten Tellerrand hin auf vielfältige Ansätze der facettenreichen Game Studies.Abseits der der vielbeachteten "Killerspiele"-Debatte bietet "Shooter" ein ambitioniertes Kompendium bestehend aus 16 Aufsätzen, das sich insbesondere durch eine beachtliche Diversifikation der Forschungsansätze auszeichnet. Es wird also nicht zuviel versprochen, wenn der Band in seinem Untertitel "Eine multidisziplinäre Einführung" verspricht: Da werden kunstwissenschaftliche Perspektiven im Kompendium ebenso angesprochen wie pädagogische Betrachtungen; auch finden sich sowohl soziologische Forschungszugänge ebenso wie eine kulturelle Analyse über die semiotische Bedeutung von Waffensymbolen in Shootern und deren gesellschaftliche Implikationen. Des weiteren werden die Relevanz von Fan-Subkulturen im Zusammenhang mit der Community-Bildung rund um Modifikationen sowie die Bedeutung von filmischen Welten in Shooter-Spielen beleuchtet.Die Stärke des Sammelbands kann gleichzeitig auch als Schwäche gewertet werden. So vielfältig die Beiträge auch sind, eine vertiefende Debatte spezifischer Ansätze mittels verschiedener Beiträge zu gleichen Zugängen sollte nicht erwartet werden. Allerdings wird mit zwei Aufsätzen über erziehungswissenschaftliche Aufgabenstellungen sowie zum aktuellen Stand der Wirkungsforschung der proklamierten "Killerspiele" der medialen Prioisierung der pädagogischen "Problematik" durchaus Rechnung getragen.Insgesamt zeichnen sich die Beiträge durchwegs durch eine klare Strukturierung der behandelten Themenschwerpunkte und durch ein beachtliches Quellenrepertoire aus. Fast immer kommt zum Ausdruck, dass die jeweiligen Autoren vom Fach sind und sich bereits eingehend mittels mehrerer Publikationen mit dem jeweiligen Spezialgebiet auseinandergesetzt haben. Einige Aufsätze heben sich dabei durch eine ansprechende Verbindung von praktischen Bezügen eigener Spielerfahrung hervor, welche als Ausgangspunkt für Interpretationen sowie neue Fragestellungen fungieren. Hervorzuheben ist hier insbesondere Alexander Knorrs Beitrag über die Mod-Kultur im Fahrwasser der Shooter-Spiele "Quake" und "Doom". Er schließt aus seiner Betrachtung und Beteiligung an diesen Fan-Communities, dass sich die Kultur der Gemeinschaft durch gemeinsame soziale Praxis und Interaktion - gemeint ist das das Spielen von Fan-Maps und die Diskussion in den dazu gehörigen Foren - widerspiegelt.Auch bietet die in Summe ausgewogene themenspezifische Vielfalt der Beiträge zu vielen interessanten Bereichen des Computerspielens zahlreiche anregende Impulse für vertiefende Arbeiten. Und vielleicht können mit diesem Sammelband sogar Anknüpfungspunkte für ein besseres Verständnis der häufig populistisch und (meist durch Nicht-Spieler) pauschal gebrandmarkten "Killerspiele" erschlossen werden. Nicht zuletzt wegen der übersichtlichen Quellenzitation, jeweils am Schluss der Beiträge, liest sich "Shooter" trotz des wissenschaftlichen Anspruchs größtenteils flüssig und präsentiert sich somit auch für Nicht-Experten verständlich und informativ gleichermaßen.Resümee: Die durchwegs ergiebige und teils überaus fesselnde Lektüre dieses Kompendiums bietet facettenreiche Einblicke in die junge und ambitionierte Computerspiel-Forschung. Summa summarum bietet "Shooter" eine ergiebige Lektüre und einen viel versprechenden Zugang zum Verständnis der digitalen Spielkultur; positiv hervorzuheben ist, dass der Gutteil der Beiträge eine ausgesprochen gute Balance zwischen wissenschaftlichem Anspruch und einfacher Lesbarkeit erreicht.

  • Karl H. Stingeder
    2019-04-15 16:24

    Doom, GTA, Quake, Counterstrike: over recent years, first-person shooters have been in the limelight primarily as a result of often superficial media and political instrumentalisation. This collected volume delivers a careful look beyond the media hype and at the varied approaches of the multifaceted field of Game Studies.Beyond the much-publicised `killer games' debate, Shooters offers an ambitious compendium consisting of 16 essays, characterised in particular by a remarkable diversity in the research approaches. The volume subtitle A Multidisciplinary Introduction does not actually give too much away: arts perspectives are applied here just as much as pedagogical ones; sociological approaches can be found as well as a cultural analysis of the semiotic significance of weapons symbols and their implications for society. Furthermore, the book also emphasises the relevance of fan sub-cultures in connection with community-building, as well as the significance of filmic worlds in shooter games.The strengths of this collected volume can also be seen as its weaknesses: the contributions are so varied that readers should not expect an in-depth debate of specific approaches in the various contributions on the same aspects. However, consideration is given to the media's prioritisation of the educational `problem': two essays shine some light on the current status of the effects of so-called `killer games'.In general, the contributions are characterised by clear structuring and a remarkable repertoire of sources. It is almost always pointed out that the respective authors are experts and have already tackled each particular field in depth in several publications. Some essays thus stand out for their appealing linking of practical references to the author's own games experience, which serve as a starting point for interpretations as well as new questions. Particularly noteworthy here is Alexander Knorr's contribution on Mod culture in the shooter games Quake and Doom. From his analysis of, and participation in, these fan communities, he concludes that community culture is reflected through in social practice and interaction - i.e. playing fan-made maps and taking part in discussion in the associated forums.Overall, however, the variety of contributions is balanced in terms of subject matter, and focuses on many interesting areas in the world of computer games. This creates numerous exciting impetuses for continued in-depth work. The collected volume could also perhaps establish reference points for a better understanding of the frequently populist `killer' games, which are often branded as such by non-gamers and lumped into one. Last but not least, Shooters is a fluid read despite its scientific approach (seen in the clearly arranged source citations at the end of each contribution), and is also both understandable and informative to non-experts.Conclusion: The rich and sometimes absorbing content of this compendium offers manifold insights into young and ambitious computer game research. Summa summarum, Shooters is a fruitful read and offers a promising path to understanding digital games culture; a positive feature is that most of its contributions achieve a notably good balance between scientific approach and ease of readability. Currently only available in German.