Read Verborgene Universen: Eine Reise in den extradimensionalen Raum by Lisa Randall Online

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Die Jagd nach der Weltformel ber 20 Wochen auf der Spiegel Bestseller ListeEine Harvard Physikerin sorgt mit ihrem Buch ber verborgene Dimensionen des Universums f r Furore Die beobachtbare Welt, so ihre Hypothese, ist nur eine von vielen Inseln inmitten eines h herdimensionalen Raums Nur ein paar Zentimeter weiter k nnte es ein anderes Universum geben, das f r uns unerreichbar bleibt, da wir in unseren drei Dimensionen gefangen sind Sie f hrt Relativit t, Quantenmechanik, Gravitation und eine weiterentwickelte Stringtheorie zusammen, zeichnet ein das Denken revolutionierendes Bild sich durchdringender, berlagernder und verwerfender Multiversen und zeigt, wie man diese bizarr anmutenden Dinge experimentell beweisen k nnte Lisa Randall geh rt zu einer neuen Generation von Wissenschaftlern, die mit ihren spannenden und h chst lesbaren Arbeiten drastisch unsere Vorstellungen von der Welt ver ndern werden Eine spannende Reise durch die Grenzregionen der heutigen Teilchenphysik und eine Begegnung mit einer erstklassigen Denkerin....

Title : Verborgene Universen: Eine Reise in den extradimensionalen Raum
Author :
Rating :
ISBN : 3596174384
ISBN13 : 978-3596174386
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Taschenbuch Auflage 5 1 September 2008
Number of Pages : 560 Seiten
File Size : 678 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Verborgene Universen: Eine Reise in den extradimensionalen Raum Reviews

  • Michalsk
    2019-02-22 19:52

    Zunächst wird die Entwicklung der modernen Kosmologie erklärt, sehr anschaulich verbal und ohne haufenweise mathematische Formeln. Dies geschieht sehr motiviert, ist gelungen, auch wenn die Anekdoten, Liedtextausschnitte und Ikes Erlebnisse nichts hergeben.Danach kommt das Herzstück des Buches: nach einer kurzen Einführung in die Stringtheorie geht es in die Branenkosmologie.Doch ab hier bekommt der Leser abenteuerliche Theorien serviert. Mathematik wird auf die Spitze getrieben, und auch wenn alles ohne Formeln und schön verbal erklärt wird, merkt der Leser schnell: hinter diesen Theorien steht ein riesiger mathematischer Apparat gepaart mit Zurechtbiegerei unerklärter Phänomene. Branen sind erstmal reine mathematische Definitionen, wie sonst 'müssen' dort offene Strings enden. Eine andere nachvollziehbare Erklärung bekommt der Leser dafür nicht. Reale Beobachtungen sind Fehlanzeige. Der mathematische Apparat im Hintergrund arbeitet, hat sich verselbständigt und ist kaum noch überprüpfbar, selbst für andere Wissenschaftler. Aus den Zutaten wird eifrig gebastelt. Eine Brane für das Standardmodell, eine für alles, was man nicht versteht. So kann man es auch machen. Aschenputtel lässt grüßen. Oder Pippi Langstrumpf mit "ich mach die Welt, wie sie mir gefällt".Mit mathematischen Taschenspielertricks wird sich das dann zurechtgebogen.Ein weiterer sehr großer Kritikpunkt: Recht früh wird sehr schön die Vorgehensweise der Stringtheoretiker mit denen der Modellbauer verglichen. Stringtheoretiker suchen sich den Weg vom mathematischen Luftschloss zur Realität (in der Demut, dass die Theorie nichts mit der Realität zu tun haben kann, sondern vielleicht auch nur ein rein mathematisches Kunstwerk bleibt). Modellbauer gehen von der Basis ins Ungewisse. Lisa Randall gibt vor, den experimentierfreudigen Weg der Modellbauer zu gehen. Das Gegenteil ist der Fall, alles ist auf die Stringtheorie gemünzt und auf diese angepasst. Es ist vielmehr eine Weiterentwicklung der Stringtheorie, die hier beschrieben wird, ein Luftschloss über dem Luftschloss. Passt etwas nicht zur Stringtheorie, wird es gleich verächtlich in die Ecke gestellt, passt es zur Stringtheorie wird es abgefeiert. Der Leser, der sich auf neue Wege und Modellbau abseits der Stringtheoriepfade gefreut hat, wird bitter enttäuscht. Angebliche experimentelle Nachweise für die Theorien werden alibimäßig beschrieben. Zusatzdimensionen reanimieren den Patienten Mathematik und werden im Realitätscheck schnell zusammengerollt.Warum die Gravitation so viel schwächer ist als die anderen 3 Kräfte wird als Jahrtausend- Problem aufgebauscht, aber ist es das? Muss alles gleich sein? Auch Menschen sehen nicht alle gleich aus, sondern unterschiedlich. Einer ist eben etwas größer wie ein anderer. Lisa Randall schafft es jedenfalls nicht plausibel zu erklären, weshalb die Schwäche der Gravitation zu den anderen Kräften ein Problem darstellt für die Physik (ausser für die utopische Energie, die man bei der Erforschung der Gravitation aufbringen muss). Dafür dass sie das "Hierarchieproblem" permanent anspricht, sollte sie die angebliche oder echte Problematik davon dem Leser zugänglicher machen.Immerhin bekommt der Leser einen guten Eindruck dafür, wie sich die Spitzenforschung in diesem Bereich in abgehobene mathematische Luftschlösser flüchtet, mit blumenhaften Begriffen schön ausgeschmückt. Wichtig noch das Eisessen mit dem Kollegen. Das darf natürlich nicht fehlen. Einerseits schön die Euphorie mit der Lisa Randall forscht, aber wenn man total abhebt wird es auch gefährlich. Man kann uns aufgrund der "Experimente", die längst nichts mehr mit realen Beobachtungen zu tun haben, alles unterjubeln, was man möchte.Der Leser bekommt aber einen schönen Eindruck davon, wie sich das Monstrum 'Stringtheorie' weiter aufbläht und mehr Forschungsgelder verschlucken kann als jedes Schwarze Loch. Eine Art physical correctnes scheint sich gebildet zu haben. Mögen auch ausserhlab dieser Luftschlösser noch kosmologische Forschung mit anderen Ideen betrieben werden.

  • Pit Gutzmann
    2019-03-04 12:07

    «Zu schön für unsere Ohren und gewaltig viel Noten, lieber Mozart.» soll Joseph II. zu Mozart über die "Entführung aus dem Serail" gesagt haben, worauf Mozart konterte: "Grad so viel als nötig, Eure Majestät."Lisa Randall ist Stringphysikerin und schreibt in diesem Buch über die Auswirkungen von Extradimensionen auf Teilchenphysik und Stringtheorie. Die erste "Extradimension" dieses Buches scheint mir jedoch das Vorwort zu sein, das gefühlte 50 Seiten füllt, einen Abriss des Buches, Danksagungen usw. enthält. Nach 10 Seiten habe ich genervt weitergeblättert, nur um als nächstes auf eine fast ebenso ausführliche Einleitung zu stoßen, in der noch einmal erklärt wird, wie das Buch aufgebaut ist. Das wäre nicht so schlimm, da man auch eine Einleitung meist einfach überblättern kann. Doch in jedem einzelnen Kapitel wird erneut über den Aufbau dieses und der folgenden Kapitel berichtet. Dazu kommt, dass auch die physikalischen Fakten immer und immer wieder wiederholt werden und die Kapitel dadurch unnötig aufgebläht werden. Das Buch hätte mit denselben Fakten halb so dick sein können.Um Mozart noch einmal zu bemühen - waren es wirklich "grad soviel als nötig" Worte?Doch jetzt zum Positiven - schließlich bedeuten 3 Sterne "nicht schlecht". Sehr systematisch führt Lisa Randall den Leser durch die Physik des Standardmodells der Teilchenphysik, ihre supersymmetrischen Erweiterungen, durch String- und Branenwelten und erklärt das Konzept von unendlichen und kompaktifizierten Extradimensionen. Dabei findet sie immer wieder interessante bildhafte Vergleiche, die einem das Verständnis für diese schwierige Materie erleichtern. Sie erwähnt nicht nur die Erfolge der Theorien, sondern auch ihre Schwachstellen und wie diese zu Erweiterungen oder Neufassungen der Theorien geführt haben. Da Frau Randall selbst auf diesem Gebiet geforscht hat, kommen die Informationen sozusagen aus erster Hand. Es lohnt sich also, sich durch die "vielen Noten" zu lesen.Ein Hinweis: das Buch wurde ein paar Jahre vor dem Einschalten des LHC im CERN geschrieben. Deshalb sind ein paar der Experimente, die im Buch angekündigt wurden, sicher schon gelaufen. Es wäre also sehr interessant, in einer Neuauflage die neuen Erkenntnisse einfliessen zu lassen.

  • Micha L.
    2019-02-28 11:48

    Um es vorweg zu nehmen, inhaltlich ist das Buch gut! Aber es dauert, bis Ms Randall endlich mal zum Punkt kommt. Der Hinweis, dass dieses oder jenes Thema in einem der nachfolgenden Kapitel näher erläutert wird, ist der eigentliche rote Faden in diesem Buch. Dazu grenzt die Verfasserin gleich zu Beginn die langweiligen String-Theoretiker von den fröhlich-agilen Modellbauern ab (die zählt sich natürlich zu Letzteren). Entsprechend findet die String-Theorie auch erst in der zweiten Hälfte Erwähnung - in einem Buch, in dem es um verborgene Dimensionen geht. Ich hätte das Buch am liebsten gleich aus meinem kindle gelöscht.Stattdessen blieb ich dran und wunderte mich über den schrägen Stil des Buches. Die Zitate aus Song-Texten am Anfang eines jeden Kapitels sind dabei noch das Harmloseste. Jedes Kapitel beginnt mit irgendwelchen Geschichten von zwei fiktiven Protagonisten. Einfach überblättern geht nicht, da im eigentlichen Text immer wieder auf diese Eingangsgeschichten Bezug genommen wird. Dazu bremsen unnötig lange und endlos verschachtelte Sätze sowie ein irgendwie hölzerner Schreibstil den Lesefluss. Da ich allerdings die Originalfassung nicht kenne, möchte ich der Authorin hier keine falschen Vorwürfe machen, sofern hier einfach nur die Übersetzung schlecht ist.Meine Bewertung ist entsprechend durchwachsen: Inhaltlich gut, stilistisch "eigenwillig"

  • Tobias S.
    2019-02-26 16:59

    Spitzenforschung - Fachbereich Physik - auch für kleine Physiker verständlich und interessant. Spannend finde ich das die Autorin eine Frau ist und nachdem ich schon einiges mit dieser Thematik studierte muss ich sagen, dass sie sich mit allen männlichen Experten und Schriftsteller messen.