Read Der das Unendliche kannte. Das Leben des genialen Mathematikers Srinivasa Ramanujan by Robert Kanigel Online

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Der Bericht ber das vielleicht gr te mathematische Genie des 20 Jahrhunderts liest sich wie ein spannender Roman....

Title : Der das Unendliche kannte. Das Leben des genialen Mathematikers Srinivasa Ramanujan
Author :
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ISBN : 352816509X
ISBN13 : 978-3528165093
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Vieweg Auflage 2 1 Januar 1995
Number of Pages : 392 Pages
File Size : 966 KB
Status : Available For Download
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Der das Unendliche kannte. Das Leben des genialen Mathematikers Srinivasa Ramanujan Reviews

  • Nicolas von Wedel
    2019-03-07 07:37

    Dem indischen Mathematiker Srinivasa Ramanujan (gesprochen: Schrinivasa Ram-mah-na-dschan), geboren 1887, war es in seinem nur kurzen und voller Widrigkeiten belegten Leben gelungen, bedeutsame Beiträge zur Mathematik, insbesondere zur Zahlentheorie, beizutragen. Dass dies gelingen konnte, war kurz nach der Jahrhundertwende um 1913 den Mathematikern am Trinity College in England, allen voran Godfrey Harold Hardy zu verdanken.In der rund 331 Seiten umfassenden Biographie über Ramanujan führt der Autor Robert Kanigel den Leser in die Kultur Indiens um die Jahrhundertwende ein, beschreibt die Hochschulstrukturen in England, insbesondere in Cambridge und nähert sich, im Spannungsfeld zweier ganz unterschiedlichen Kulturen, behutsam der Persönlichkeit Srinivasa Ramanujan. Es ist gerade diese Vorgehensweise, die das Buch auch mathematisch nicht versierten Lesern zu einer hochspannenden Kulturgeschichte werden läßt. Nur im Ansatz und solcherart auch weitestgehend dem Laien verständlich, werden die mathematischen Arbeitsgebiete von Ramanujan vorgestellt.Die Übersetzung aus dem Amerikanischen besorgte der deutsche Mathematiker Albrecht Beutelspacher und ohne das Original zu kennen darf behauptet werden, dass auch hier wieder Beutelspacher bestrebt war, die "Faszination Mathematik" einem großen Kreis geneigter Leser nahezubringen. Das ist vollauf gelungen und mehr noch: Wir erfahren, am Beispiel von Ramanujan, wie nahe Sternstunden der Mathematik an persönlichen Lebenstragiken beieinander liegen.Das Buch ist ein Kleinod unter der biographischern Literatur und bringt das Kunststück fertig, auch Nicht-Mathematikern das Spannungsfeld zu beschreiben, in dem "geniale Mathematiker" leben, arbeiten und sterben. Insbesondere sei das Buch jedem an's Herz gelegt, der kulturgeschichtlich an Indien und Europa um die vorletzte Jahrhundertwende interessiert ist.

  • Fabian Trottner
    2019-02-28 15:41

    Der Autor hat mit diesem Werk ein Buch geschaffen, das es tatsächlich schafft, zu vermitteln, was das Leben des Genies Ramanujan so besonders und erzählenswert gemacht hat. Besonders beeindruckt hier, dass das Werk nicht nur den Mathematiker Ramanujan beleuchtet, sondern auch Einblicke in die uns so unvertraute Welt des fernen Indiens und der dort vorherrschenden Kultur gewährt. Ramanujans Hintergrund wird so anschaulich und sein Werdegang so spannend erzählt, dass es die reinste Freude war, sich durch die Seiten zu lesen. Besonders für dem Mathematik-Interessierten lohnt es sich besonders, nicht, weil in dem Buch besonders viel reine Mathematik dargestellt wird(der Autor schafft es tatsächlich die unglaubliche Leistung Ramanujans darzustellen, ohne beim Leser tieferes Verständnis für die Mathematik Ramanujans voauszusetzen), sondern weil das Werk einen tiefen Einblick in die akademischen Strukturen des damaligen Indiens und Englands gewährt. Die Biographie ist also nicht nur eine Biographie, sondern auch ein historische Darstellung des damaligen Zeitgeistes und im vor allem auch ein Versuch, die mathematische Beigeisterung der Mathematiker für ihr Fach einzufangen. Gleichzeitig ist es, mit der Darstellung des ZUgrundegehen Ramanujans, auch eine Warnung, ein Exempel, das deutlich zeigt, dass der Mensch nur durch seine Arbeit und ohne das Ausleben seiner anderen Bedürfnisse nicht vollkommen glücklich werden kann. Insgesamt kann ich dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen.

  • Dr. T.
    2019-03-01 07:26

    Vom Leben und Schaffen von Srinivasa Ramanujan ging und geht etwas Magischen aus, das nicht nur Mathematiker immer wieder aufs neue fasziniert, er schien komplizierteste mathematische Einsichten einfach durch Intuition zu gewinnen, er erzählte, dass ihm manchmal die Göttin Namagiri Geheimnisse offenbarte. Ramanujans Begabung trat früh zu Tage, als Schüler einer südindischen High School fiel ihm G.S. Carr's "A Synopsis of Elementary Results in Pure and Applied Mathematics", einer Sammlung von über 5000 Formeln und mathematischen Sätzen, in die Hände, damit hatte er seine Bestimmung gefunden, fortan erkundete er auf eigen Faust die Untiefen der Analysis, besonders unendliche Reihen hatten es ihm angetan; seine Resultate hielt er in Notizbüchern fest. Trotz seines ungewöhnlichen Talents, hatte Ramanujan kein Glück mit einer universitären Karriere, er fiel immer wieder bei Examen durch, fand aber Förderer, die ihn ermutigen und unterstützten, sich an angesehene englische Mathematiker zu wenden. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, schickte Ramanujan einen dicken Brief mit seiner Arbeiten an G.H. Hardy vom Trinity College (Cambridge); der verwunderte Hardy schrieb später „... ich hatte zuvor nichts auch im Entferntesten Ähnliches zu Gesicht bekommen.“Robert Kanigels Biographie verwendet Dokumente und Zeugnisse zahlreicher Zeitgenossen Ramanujans, um daraus dessen beeindruckende Geschichte entstehen zu lassen, der Autor beleuchtet Ramanujan's Werdegang und Schaffen aus den verschiedensten Blickwinkeln, wobei die Schilderungen sich nicht sklavisch an die historische Abfolge halten, die indischen Wurzeln werden genauso gewürdigt, wie die Einflüsse, die die Cambridger Mathematiker auf Ramanujan's Entwicklung hatten; schließlich flossen auch zahlreiche typische Anekdoten über Ramanujans legendäre Fähigkeiten ein – Littlewood bezeichnete ihn als persönlichen Freund jeder einzelnen ganzen Zahl.Nachdem Hardy und sein Kollege Littlewood Ramanujan überreden konnten, 1914 nach Cambridge zu kommen, begann eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Hardy und Ramanujan; Hardy war phasziniert von der intuitiver Kraft seines neuen Schützlings, mit der er mathematische Relationen aufstellte; aber bei der genaueren Durchsicht von Ramanujans Notizbüchern, fand er auch Fehler, insbesondere die unendliche Reihe, die eine Primzahlformel lieferte, konnte nicht stimmen, Hardy machte sich die Mühe einer genaueren Analyse, und stellte fest, dass Ramanujan eine einfallsreiche Theorie für den Fall entwickelt hatte, dass die Zetafunktion keine Nullstellen hätte. Ramanujan fehlte – auf Grund seines autodidaktischen Werdegangs – die Einsicht der Notwendig strengen mathematische Beweise, Hardy verhalf Ramanujan zu einem 'Crahkurs', offenbar mit Erfolg, denn dieser konnte bereits 1915 eine Arbeit über hoch zusammenhängende Zahlen veröffentlichen und erhielt 1915 den akademischen Grad eines B.A. Es folgten weitere gemeinsame Arbeiten, u.a. über eine Formel für die Anzahl von Partitionen.Der zeitlebens gesundheitliche angeschlagene Ramanujan, erkrankte 1918 an Tuberkulose, erholte sich und kehrte nach Indien zurück, wo er aber bereits 1920, im Alter von gerade 32 Jahren, verstarb.Ramanujan war mittlerweile ein weltweit bekannter Mathematiker geworden, seine berühmten Notizbücher galten jahrelang als verschollen, wurden dann aber wieder entdeckt und anlässlich seines 100. Geburtstags veröffentlicht.Das Buch ist ein Hommage für einen originellen Denker, der lebenslang ein bescheidener, schlichter Mensch blieb.

  • Jon Gude
    2019-03-15 12:31

    A well written book about an unusual human being and the contributions he made to humanity