Read Abgefahren by Dirk Pope Online

abgefahren

Viorel ist dick und lustlos Als seine Mutter eines Tages tot am K chentisch sitzt, ist er starr vor Trauer Wollte sie nicht in ihrer Heimat am Schwarzen Meer bestattet werden Wie soll er das hinkriegen, ohne Geld, Totenschein oder Sarg Notgedrungen wickelt Viorel die tote Mutter in einen Schlafsack und bernimmt selbst den Transport gen Osten Ein Anhalter erz hlt ihm von den Vampirmythen Transsylvaniens, kurz darauf kommt der Mann bei einem tragischen Unfall ums Leben Mit nun zwei Leichen im Gep ck reist Viorel weiter Richtung Rum nien Er will seine Mutter beerdigen Und das wird er schaffen Eine Reise in den Wilden Osten Europas und ein Roadmovie voller Skurrilit ten....

Title : Abgefahren
Author :
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ISBN : 9783446258754
ISBN13 : 978-3446258754
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Carl Hanser Verlag GmbH Auflage 2 19 Februar 2018
Number of Pages : 240 Seiten
File Size : 569 KB
Status : Available For Download
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Abgefahren Reviews

  • Rosi
    2019-05-02 02:25

    INHALTViorel bricht Hals über Kopf auf, als seine Mutter gestorben war. Sie wollte am Schwarzen Meer begraben werden, in ihrer Heimat. Und genau dorthin fährt er jetzt mit ihr.Viorel ist gerade mal 17 Jahre, er ist übergewichtig und er denkt nicht viel nach. Er packt sie in den Kofferraum und fährt los. An einer Raststätte nimmt er einen Anhalter mit. Als der ihn dann darauf aufmerksam macht, das hier etwas reicht, denkt er sich nichts dabei und erklärt dem Anhalter das im Kofferraum eine Leiche liegt, die Leicht seiner Mutter.Als er dann in Ungarn den Anhalter aussteigen lässt, geschieht es. Ein LKW erfasst den Anhalter und so hat Viorel zwei Leichen an der Backe.MEINE MEINUNGDieses Buch ist ein sehr außergewöhnliches und skurriles Werk. Es ist mir viel Witz, Charme und Humor verfasst.Der Autor hat hier eine Geschichte erschaffen, wie sie wohl kaum passiert. Aber es zeigt trotz allem die Unbedarftheit eines 17 jährigen. Das Leben des Jungen wird schon durch den natürlichen Tod der Mutter durcheinander gebracht. Dann kommt auch noch der Tod des Anhalters dazu.Der Autor hat hier eine witzige und unterhaltsame Art gefunden, diese Geschichte zu erzählen. Die Schreibweise ist unkompliziert und liest sich so absolut locker. Die gesamte Geschichte liest sich sehr zügig und ist stets sehr unterhaltsam.Doch der Autor regt hier auch zum Nachdenken an, über das Leben und den Tod. Was machen bestimmte Ereignisse aus den Menschen?Viorel ist hin und hergerissen und er macht sich Vorwürfe wegen dem Anhalter. Doch er kann überhaupt nichts dafür. Ein 17 jähriger ist plötzlich auf sich alleine gestellt und dank des Autors reisen wir mit dem jungen Mann von Essen bis nach Rumänien.Jeden Meter dürfen wir dabei sein. Und wir tauchen ab in die Gedanken von Viorel, denen er hier nachgeht. Er denkt über seine noch junge Vergangenheit nach und diese Gedanken sollten uns Leser nachdenklich stimmen, denn diese Gedanken sind real. Das erlebt die Jugend heutzutage genau so.Ich vergebe für dieses außergewöhnliche Werk 4 Sterne, da ich gut unterhalten wurde. Der Humor steht hier im Vordergrund, wenn auch der Tod sehr präsent ist. Doch die Gedanken des Jungen wirken sehr ernsthaft und klingen auch stellenweise sehr emotional. Eine gute Mischung und daher sehr gut zu lesen.Bluesky_13Rosi

  • jutscha
    2019-05-04 04:26

    Viorel ist 17 und mehr als übergewichtig, als seine Mutter stirbt. Sie stammt aus Rumänien und hat sich gewünscht, irgendwann wieder dorthin zurückzukehren. Er will ihr diesen Wunsch erfüllten, verfrachtet sie in einen alten Schlafsack und damit in den Kofferraum des alten Corsa und macht sich ohne Führerschein von Essen aus auf den Weg Richtung Schwarzes Meer.Unterwegs nimmt er einen Anhalter mit, der wenig von sich preis gibt, ihm aber seltsame Geschichten über Vampire erzählt. Kurz darauf kommt der Mann bei einem Unfall ums Leben. Mit zwei Leichen im Gepäck geht es weiter, bis er überfallen wird und die Leiche des Anhalters verschwindet. Doch mit jeder seltsamen Gegebenheit wächst Viorels Entschluss, den letzten Wunsch der Mutter zu erfüllen.Ich hatte von Anfang an so meine Probleme mit der Geschichte und auch mit dem Schreibstil. Sehr oft beginnt ein Kapitel mit Wiederholungen eines Wortes oder eines Ausdrucks, was mich mit der Zeit etwas genervt hat. Teilweise habe ich einige Sätze einfach übersprungen. Die Geschichte selbst ist ziemlich unlogisch, vieles bleibt ungeklärt und die Fragen des Lesers damit auf der Strecke. Der Humor ist schwarz, aber wer das mag, dem sei das Buch empfohlen. Ungewöhnlich ist die Geschichte allemal, und mir fällt auf Anhieb nichts Vergleichbares ein.Mein Ding war es leider nicht. Dennoch gab es hin und wieder eine Passage, die mich ganz gut unterhalten hat. Auch kann ich nicht wirklich behaupten, dass es langweilig war. Freunde des schwarzen Humors kommen hier sicher auf ihre Kosten, daher gebe ich dem Werk knappe 3 von 5 Punkten.

  • Bibliomarie
    2019-04-30 10:39

    17 Jahre alt, fett, ohne Freunde oder Vertraute. Was macht so ein Junge, wenn die Mutter stirbt?Viorel packt seine Mutter in einen alten Schlafsack und will ihren letzten Wunsch erfüllen. Sie möchte in ihrer Heimat Rumänien beerdigt werden. Für Viorel eine fremde Welt, er war nie dort, weiß nicht einmal, woher die Mutter stammte und spricht kein einziges Wort Rumänisch. Zwar hat er keinen Führerschein, aber fahren kann er und so geht es einfach los.Unterwegs gabelt er noch einen merkwürdigen Anhalter auf, bleich und wortkarg, aber kein unangenehmer Begleiter, nur dass er unterwegs bei einem Unfall stirbt und Viorel jetzt zwei Leichen im Auto transportiert.„Abgefahren“ heißt dieses Buch und abgefahren ist es auch. Es ist ein wirklich schräger Roman, der meine Lesegewohnheiten richtig durchgerüttelt hat. Mit Logik bin ich nicht recht weiter gekommen, aber die Sprache, Viorels Gedankenmonologe in den langen Stunden der nächtlichen Fahrt (es ist fast immer Nacht, denn es ist Ende Dezember und auch tagsüber beherrscht trübes, graues Licht die Szene) haben mich fasziniert. Es ist ein Mix aus Mythen, Ängsten und seltsamen Begegnungen. Viorel, der bisher antriebslos und lethargisch das Leben über sich ergehen ließ, muss plötzlich agieren, sich auf Situationen einstellen, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Ein erstaunlicher Protagonist, dieser Junge, der auf Anhieb nicht sonderlich sympathisch wirkt, eher ein diffuses Mitleid erweckt, aber sich im Lauf der Geschichte verändert. Wohin – das bleibt offen. Wie auch das Ende des Roadtrips offen ist.Auch die Ausstattung der Klappenbroschur hat mir gefallen. Die Karte, auf der man Viorels Reiseweg verfolgen kann, hat mir gut gefallen. Sie gibt der Fahrt einen handfesten Bezug, an der ich mich orientieren konnte.